Wicca - Rituale, Bräuche und Symbole

In einem Wicca-Ritual wird die Verbundenheit und der Glaube der Wicca an die Kraft der Natur deutlich.


Wenn sie die Begriffe Wicca und Hexe hören, denken viele Leute an Zaubertränke, giftige Tinkturen oder Hexenkessel. Das hat jedoch rein gar nichts mit der Wicca-Religion zu tun. Wicca fliegen auch nicht auf einem Besenstiel durch die Luft. Und erst recht vollziehen sie keine satanistischen Rituale, wie manch einer denken würde. 

Magie und Glaube

  • Aus der wiccanischen Sicht ist Magie weder gut noch böse, da gut und böse nur im Auge des Betrachters liegen. Betrachtungsweisen sind jedoch verschieden. Da aber alles, was man tut, dreifach auf einen zurückfällt, tut man nicht nur anderen etwas Gutes, sondern auch sich selbst. Was aus Wicca-Sicht für die Magie außerdem wichtig ist, ist der Glaube an die Wirkungsweise. Wichtig ist also nicht, dass ein Ritual stur ausgeführt wird, sondern dass man sich intensiv auf die Wirkung der Magie konzentriert und an sie glaubt. 
  • Wenn es um die Bräuche der Wicca geht, dann bleibt einem nur zu sagen, dass es keine einzelne Sammlung von Glaubenssätzen gibt, die die Wicca definiert. Allen gemein ist nur der Glaube an die Naturgottheit und die Befolgung der Rede: „Tu, was du willst, solange niemand dadurch zu Schaden kommt.“ 
  • Einige Rituale kommen in den verschiedenen Hexenzirkeln jedoch öfter vor. Wiccaner führen aufgrund ihrer Naturverbundenheit zahlreiche Rituale durch, die man mit Naturerscheinungen wie dem Wechsel der Jahreszeiten, der Winter- oder Sommersonnenwende, in Verbindung bringen kann. Sie feiern zum Beispiel den Sommer in einem Fruchtbarkeitsritus, der Beltane genannt wird.

Gebräuche und Rituale 

  • Die Wicca-Religion betet keinen unnatürlichen Gott an, stattdessen befassen sie sich mit den Erfahrungen und Erlebnissen, die sie in Verbindung mit der Natur und den Naturgottheiten machen. Die Konvente sitzen zusammen, singen, tanzen, beten, zünden Kerzen an und beschäftigen sich mit Kräutern und Amuletten. Sie ziehen auch die Naturheilkunde der traditionellen Medizin vor. Ein anderer Aspekt ist die Meditation und das Beten in die verschiedenen Himmelrichtungen, um Segen zu empfangen. 
  • Im Wicca finden sich viele verschiedene Rituale, die vor allem im traditionellen Wicca oft nackt und in der freien Natur ausgeführt werden, da die Kleidung die magischen Energien und Verbindungen mit der Erde behindern. Besonders große rituelle Bedeutung hat das Ziehen des magischen Kreises. Dieser definiert die Stelle, an der eine durch Magie geschaffene Sphäre in die Erde tritt. Die Viertel des Kreises stehen für die vier Himmelsrichtungen, die vier Jahreszeiten und die vier Elemente: Erde, Feuer, Wasser und Luft.
  • Ein weiteres sehr beliebtes Wicca Ritual ist das „Herabziehen des Mondes“, bei dem die Mondgöttin herbeigerufen wird. Bei diesem Ritual nimmt die Hohepriesterin die Kraft der Göttin in sich auf. Weitere zentrale Praktiken in der Wicca-Religion sind das „Erden“, das „Zentrieren“ und das „Fokussieren“. Ersteres bezeichnet einen Vorgang, bei dem sich der Ausführende mit der Erde verbindet. Beim Zentrieren wird die Energie in der Körpermitte gesammelt. Das Fokussieren hilft dabei, magische Energien freizusetzen und zu kanalisieren.