Spitzwegerich: Ein Unkraut mit Heilkräften

Der Spitzwegerich ist zwar eine nützliche Heilpflanze, doch kann sie im Garten als Unkraut auch durchaus unerwünscht sein.


Wer sich nicht mit Pflanzen auskennt, wird den Spitzwegerich zunächst auch nicht kennen. Wenn man ihn jedoch sieht, erinnert sich jeder daran ihn schon sehr oft gesehen zu haben. Er wächst nämlich im wahrsten Sinne des Wortes, wie Unkraut, überall an Wegerändern, an Feldern, Wiesen und in fast allen Gärten. Obwohl es sich bei diesem Kraut ursprünglich um eine typische europäische Erscheinung handelt, findet man es mittlerweile auch in Amerika, Skandinavien, Afrika, nahezu allen Gegenden der Welt.

Typisch für nährstoffarme Böden
Der Spitzwegerich gehört zu den unauffälligsten Pflanzen in der Natur, da er keine leuchtenden Blüten besitzt, um Insekten anzulocken. Eine solche Bestäubung ist nämlich nicht nötig. Stattdessen bildet das Kraut große Mengen feiner Pollen, die lediglich mithilfe des Windes zur Nachbarblüte getragen werden müssen. Dies ist zu den Blütezeiten ein großes Problem für Allergiker, vor allem da diese Pflanze ohnehin sehr verbreitet ist. Bevorzugt wächst der Spitzwegerich, auch Spießkraut und Schlangenzunge genannt, auf nährstoffarmen Böden. So findet man ihn also nicht ohne Grund verstärkt am Rande von Wegen, auf Wiesen und Feldern. Er ist typischerweise die erste Pflanze, die auf frisch aufgegrabenen Boden wächst.

Ein schmales Pflänzchen und zähes Unkraut
Mit einer Größe von bis zu einem halben Meter, gehört der Spitzwegerich nicht zu den kleinsten Kräutern. Jedoch sieht er ansonsten recht unspektakulär, vielmehr zierlich und schmal aus. Diese krautige Staudenpflanze besitzt schmale lanzettenförmige, ganzrandige oder manchmal leicht gezahnte Blätter, die in einer Rosette zusammenstehen. Der Stängel wächst in ihrer Mitte ansonsten blattlos und mündet in eine Blüteähre.
Die Wurzel ist sehr kräftig ausgebildet und mündet fast einen halben Meter in den Boden. Bei wem sich der Spitzwegerich unerwünschterweise im Garten ausbreitet, hat keine leichte Arbeit vor sich, wenn er entfernt werden soll. Es ist wichtig, dass die Wurzel bei der Beseitigung komplett entfernt wird, da sich das Kraut über die Wurzelsprosse vermehrt. Auch hier gilt es, dass man den Spitzwegerich am besten vor seiner ersten Blüte im April entfernt, bevor er seine Pollen ausbildet. Da er auch nährstoffarme Böden bevorzugt, kann man ihn gut durch gründliches Mulchen vertreiben, was schließlich auch den Zierpflanzen im Garten zugute kommt.