Robinienholz

Die Robinie ist ein zum Teil sehr unförmiger Baum, der bis zu 25 Meter groß werden kann. Erfahren Sie hier mehr über Robinienholz.


Lateinischer Name: Robinia pseudoacacia

 

Herkunft: Ursprünglich im südöstlichen Nordamerika (Virginia) beheimatet, heute in Mittel- und Südosteuropa, besonders Ungarn, vorkommend.

 

Beschreibung Farbe und Struktur:
Splint- und Kernholz unterscheiden sich stark. Während der Splint schmal ist und eine hellgelbe bis grünliche Farbe hat, ist das Kernholz davon stark abgegrenzt. Es ist von gelbgrün über grünlich blau bis zu goldbraun und dunkelt nach. Das Frühholz hat große Gefäße, die wie helle Punkte aussehen, und ringförmig angeordnet sind. Das Spätholz hat Poren, die wie feine, helle Zellen aussehen. Es weist sehr feine, unregelmäßig verteilte Holzstrahlen auf, welche im Spiegelschnitt wie helle, glänzende Bandstücke aussehen, zudem sind grobe Porenrillen sichtbar. Durch die stark abgegrenzten Jahrringe wird eine auffällige Streifung / Fladerung sichtbar.

 

Verwendung / Weiteres:
Die Robinie ist ein mittelgroßer, sommergrüner mitunter aber etwas unförmiger Baum. Sie erreicht eine Höhe von maximal 25 Meter, dabei hat sie einen Durchmesser von etwa 60 bis 80 Zentimeter und eine astfreie Länge von ungefähr 10 Meter. Ihr Stamm ist unregelmäßig geformt und hat eine glatte Jugendrinde, die mit zunehmendem Alter Furchen trägt. Ursprünglich kommt die Robinie aus Amerika, wird heutzutage aber weltweit kultiviert. Sie kann Kälte gut vertragen und gedeiht selbst auf nährstoffarmen, schlechten Böden. Das Holz ist hart, fest, zäh und sehr biegsam und schwindet nur mäßig. Die Trocknung verläuft ebenfalls mäßig gut und langsam. Gegen Pilze, Insekten und Termiten zeichnet sich Robinienholz mit einer hohen Dauerhaftigkeit aus, allerdings ist es gegen Anobium anfällig. Zudem ist es sehr witterungsfest und sogar im Wasser dauerhaft. Seine Verarbeitung lässt sich mäßig bis gut bewerkstelligen, da das Robinienholz zum Reißen und Werfen neigt. Zum Schnitzen und Drechseln ist Robinienholz ausgezeichnet verwendbar, zum Sägen ebenfalls. Bei Nägeln und Schrauben sind Vorbohrungen empfehlenswert, die Verleimung kann als mäßig bis gut bezeichnet werden. Bei Oberflächenbehandlungen gibt es keine Einschränkungen für die gängigen Mittel. Robinienholz findet zahlreiche Verwendungsmöglicheiten. Als Konstruktionsholz für starke Beanspruchungen wird es im zum Beispiel im Maschinenbau verwendet. Zudem in der Gerberei, der Färberei, sowie im Berg- oder Karosseriebau, für Turngeräte, für Wagnerarbeiten oder auch für Parkett.