Pappelholz

Die sommergrüne und laubwerfende Pappel ist ein breiter, stämmiger Baum, der bis zu dreißig Metern groß werden kann. Pappelholz ist sehr anfällig für Pilze und Insekten.


Lateinischer Name: Populus

 

Herkunft: Europa, Mittel- und Nordasien, Japan und Nordamerika

 

Beschreibung Farbe und Struktur:
Das Pappelholz ist meistens weißlich, weißgrau bis bräunlich, jedoch gibt es zwischen den verschiedenen Pappelarten Unterschiede. Das Kernholz der Silberpappel hat eine rötlich gelbe bis gelbbraune Farbe. Bei der Schwarzpappel ist der Kern hellbraun und hat oft einen Grünschimmer, während der Kern der Zitterpappel keine Färbung hat. Die Jahrringe sind häufig ausgesprochen breit und durch ein schmales, feines und dunkleres Band abgegrenzt. Bei der Silberpappel sind keine Markflecken zu sehen, jedoch auffällig stark abgesetzte Jahrringe. Sehr ähnlich ist es bei der Schwarzpappel. Die Zitterpappel hat Markflecken, und die Spätholzzonen sind ein bisschen dunkler. Ansonsten weist sie aber keine Struktur auf. Allgemein hat Pappelholz eine feine Streifung / Fladerung und kann im Licht stark glänzen. Es ist Weidenholz sehr ähnlich.

 

Verwendung / Weiteres:
Die Pappel ist ein Laub werfender, sommergrüner Baum. Es gibt sehr viele verschiedene Pappelarten und auch zahlreiche Neuzüchtungen. Grau-, Silber- Schwarz- oder Zitterpappel sind nur einige Namen. Je nach Art und Standort sind Pappeln in ihrer Wuchsleistung sehr unterschiedlich. Heutige Pappelzüchtungen sind Hybriden und so ausgelesen, dass sie schnell wachsen und für die Forst- und Holzwirtschaft interessant sind. Die Pappel erreicht eine Höhe von etwa 25 bis 30 Meter und ist ein breiter Baum mit kräftigem Stamm und einseitswendiger Krone. Das Holz hat eine sehr homogene Struktur und schwindet daher nur wenig, das Stehvermögen ist sehr gut und die Abnutzungsfestigkeit hoch. Das Holz an sich ist ausgesprochen leicht. Manche Hybridzüchtungen erzielen schon nach 30 Jahren einen Durchmesser von 60 Zentimeter mit astfreien, zylinderförmigen Stammschächten auf einer Länge von bis zu 15 Meter. Die Witterungsfestigkeit von Pappelholz ist eher mäßig, außerdem ist das Holz anfällig für Pilze und Insekten. Die Verarbeitung kann leicht und sauber erfolgen. Schälen, Spalten, Sägen und teilweise auch Messern sind möglich. Die Werkzeuge sollten scharf sein. Die Reißneigung ist sehr gering, allerdings muss beachtet werden, dass Pappelholz bei der Trocknung zum Werfen neigt. Beizen ist mühelos machbar, Verklebung mit Leim ebenso. Nur Polieren ist sehr schlecht durchzuführen. Große Verwendung findet das Holz der Pappel als Blindholz für Furniere. Als Konstruktionsholz für eine mittlere Beanspruchung wird es außerdem eingesetzt. Des weiteren wird es im Innen- und Flugzeugbau, für Verpackungen, Zündhölzer oder auch für die Holzschuh- und Prothesenherstellung verwendet.