Mauerrisse reparieren leicht gemacht

Mauerrisse zu reparieren kann kompliziert aussehen, ist aber prinzipiell nicht schwer.


Das wichtigste an einem Mauerriss ist es, die Ursache zu kennen. Handelt es sich um einen Riss, durch ständiges Absacken der Mauer, so sollte auf jeden Fall ein Experte zurate gezogen werden, handelt es sich aber um einen „normalen“ Setzriss, oder einen Riss durch Druck, falschen Aufbau oder andere physikalische Einwirkungen, wie zum Beispiel Alterung, so kann man Mauerrisse reparieren, ohne einen Experten dafür zu benötigen.

Den Grund für einen Mauerriss erkennen

  • Der Grund für einen Mauerriss kann einfach zu erkennen sein, wie etwa bei einer 50 Jahre alten Trockenmauer in einem Weinberg. Diese wird vermutlich aufgrund ihres Alters und dem wandernden Boden gerissen sein, und kann aus diesem Grund auch selbst leicht repariert werden.
  • Ist der Mauerriss allerdings in einem Neubau aufgetreten und tritt auch nach einer Reperatur wieder auf, so ist es vermutlich eine Beschädigung der Bausubstanz. In diesem Falle wäre es auf jeden Fall wichtig, professionelle Hilfe zu holen.

Mauerrisse reparieren für den Anfänger

  • Handelt es sich um einen kleinen Riss in der Mauer, wie er zum Beispiel in Mietswohnungen gerne auftritt, so kann dieser ganz einfach repariert werden. Dazu wird einfach die tragende Mörtel-, Spachtel- oder Gipsschicht – je nachdem was aufgetragen wurde – entfernt, und die Mauer mit passendem Mörtel wieder aufgefüllt.
  • Hierzu kann man im Innenraum erfahrungsgemäß auch sehr gut Fliesenkleber nehmen, da er strukturell leichter zu verteilen ist, als grober Mörtel. Anschließend muss die Wand selbstverständlich wieder verspachtelt und abgeschliffen werden, damit sie wieder tragfähig wird und die Tapete erneuert werden kann, beziehungsweise die Wand gestrichen werden kann.

Mauerrisse reparieren für Fortgeschrittene

  • Schwieriger wird es natürlich, wenn es sich bei dem Mauerriss um einen Riss in einer tragenden Wand handelt, der sich nicht durch einfaches Auffüllen beseitigen lässt. Das kann zum Beispiel ein Riss sein, der sich hinter einer Kachelwand befindet. Hier ist es notwendig, die vorhandenen Kacheln, beziehungsweise Fliesen vorsichtig abzulösen. Allein dies bedeutet schon ein gutes Stück arbeit, denn es ist sehr aufwendig und mit Vorsicht zu genießen – es sei denn, Sie wollen das Bad oder die Küche sowieso gerade neu fliesen.
  • Um solche Mauerrisse reparieren zu können, müssen sie die Fliesen um die betroffene Stelle großflächig entfernen. Anschließend die Mauer aufstemmen, um an die einzelnen Steine zu kommen, die sich dahinter befinden. Hier ist die Struktur der individuell verwendeten Bausubstanz zu berücksichtigen.
  • Wurden Ziegelsteine verwendet, sollten diese gelöst und neu vermörtelt werden, damit die Stabilität zwischen den Steinen wiederhergestellt wird. Einzelne Steine müssen eventuell ersetzt werden und alte Steine können kleingeklopft werden, um als Zwischenstücke zu dienen. Diese können dann entsprechend eingesetzt werden. Nach einem Tag Trockenzeit kann dann auch hier die Wand erneut gespachtelt beziehungsweise vermörtelt werden.

Mauerrisse reparieren auf die einfache Art und Weise

  • Wer allerdings auf Nummer sicher gehen möchte und das Mauerrisse reparieren lieber nicht selbst durchführt, sollte sich auf einen professionellen Dienstleister verlassen. Mauerrisse reparieren ist eine Aufgabe, die ganz einfach erscheint, aber unter Umständen weitreichende Folgen haben kann. Wird die Arbeit nicht professionell und vernünftig ausgeführt, kann es bedeuten, dass noch größere strukturelle Schäden an der Bausubstanz entstehen.