Gesichter zeichnen: die Tricks der Profis

Beim Gesichter zeichnen ist es vor allem für Anfänger hilfreich, sich zu Beginn ein Foto bereitzulegen, um den Gesichtsausdruck so realitätsnah wie möglich wieder zu geben.


Menschliche Gesichter sind faszinierend: In diesen spiegeln sich Emotionen wie etwa Freude oder Traurigkeit wider. Doch diese Lebendigkeit in der bildenden Kunst einzufangen, ist gerade für Zeichenanfänger schwierig. Jedoch mithilfe geeigneter Techniken lassen sich Gesichter zeichnen, die realistisch und lebendig wirken.

Die Anatomie des menschlichen Gesichts
Bevor Sie versuchen ein Porträt zu zeichnen, befassen Sie sich zuerst einmal mit der Anatomie des menschlichen Gesichts. Jedes Antlitz ist zwar einzigartig, doch jedes Gesicht unterliegt gewissen Grundproportionen. Und diese gilt es, auch als Zeichenanfänger, realistisch zu Papier zu bringen. Anfängern, die Gesichter zeichnen, unterläuft zum Beispiel häufig der Fehler, die Stirnhöhe zu niedrig anzusetzen; dies hat zur Folge, dass die Augen nicht mehr mittig im Gesicht platziert sind, sondern zu weit nach oben rutschen. Das Gesamtbild wirkt unharmonisch, da die Grundproportionen verschoben sind. Um dies zu vermeiden, raten Profis, sich das Gesicht in vier Nasenlängen vorzustellen: Herbei bilden die Augen die horizontale Mittellinie. Zwei Nasenlängen misst die Stirnhöhe und zwei Nasenlängen die untere Gesichtspartie. Genau, wie die Höhe eines Gesichts gewissen Proportionen unterliegt, verhält es sich mit dessen Breite. Die Grundregel besagt, dass die Breite eines Gesichts fünf Augenlängen beträgt. Gerade der Platz neben den Augen wird meist zu schmal gehalten; diese entsprechen jedoch einer kompletten Augenlänge. Wenn Sie Gesichter zeichnen wollen, die wohlproportioniert sind, erstellen Sie sich ein Grundgerüst: Zeichnen Sie mit einer gestrichelten Linie ein Oval auf. Unterteilen Sie es in vier horizontale und fünf vertikale Abschnitte (vier Nasenlängen und fünf Augenbreiten).

So strahlt Ihr Porträtbild Lebendigkeit aus
Wenn Sie die Grundproportionen aufgeteilt haben, füllen Sie das leere Oval mit Lebendigkeit. Beginnen Sie mit den Augen als Mittelpunkt des Gesichts. Zeichnen Sie zwei ovale Linien, die aufeinander zulaufen. Legen Sie beim Gesichter zeichnen besonderen Wert auf die Augenpartie: Augen- und Brauenform verleihen dem Gesicht seinen besonderen Ausdruck. Je nach Form wirkt ein Gesicht zum Beispiel wütend oder neugierig. Arbeiten Sie sich dann stückchenweise voran: Nach den Augen arbeiten Sie die Charakteristik der Nase heraus. Die Form der Nase, ob groß oder klein, verleiht dem Gesicht Persönlichkeit. Mit dem Mund, insbesondere der Form der Lippen, können Sie dem Gesicht mehr Emotionalität verleihen: Als Grundform des Mundes nutzen Sie ein flaches Oval.
Als Maleinsteiger sollten Sie als Vorlage zum Gesichter zeichnen ein Foto nutzen. Und bedenken Sie, möchten Sie künftig realistische Gesichter zeichnen, verhält es sich wie bei allen anderen Künsten: Übung macht bekanntlich den Meister.