Das Frankenstadion in Nürnberg

Das mittlerweile als easyCredit-Stadion bezeichnete Frankenstadion ist mit seiner achteckigen Form deutschlandweit einzigartig.


Das Frankenstadion liegt in Nürnberg und ist ein Sportstadion im dem vorrangig Fußball- und Leichtathletikveranstaltungen stattfinden. Es ist das Heimatstadion des 1. FC Nürnberg und heißt seit dem Umbau im Jahr 2006 easyCredit-Stadion. Seine achteckige Form ist einzigartig in Deutschland.

Die Geschichte des Frankenstadions
Architekt Otto Ernst Schweizer zeichnete den Plan des achteckigen Stadions, welches von 1925 bis 1928 errichtet wurde. 1928 fand die Eröffnung statt und das Städtische Stadion, wie es bis 1991 hieß, bekam bei einem Wettbewerb für künstlerische Gestaltung die Goldmedaille. Als 1933 die Reichsparteitage in Nürnberg stattfanden, hielt Adolf Hitler im Stadion eine Rede. Nach dem Krieg wurde es von der amerikanischen Besatzung als Sportplatz benutzt. Als das Stadion 1963 die Heimat des 1. FC Nürnberg wurde, begann der Aufbau von Stahlrohrtribünen um die Kapazität zu erhöhen. Mehrfache Renovierungen waren nötig, um die Bundesligastandards zu erfüllen. Neben den Fußballspielen finden auch Schul- und Leichtathletikveranstaltungen statt. Während des großen Umbaus, zwischen 1987 und 1991, stürzte die historische Haupttribüne ein, welche man eigentlich erhalten wollte. Bei der Eröffnung erhielt das Städtische Stadion, das nun eine Kapazität von rund 45.000 Plätzen hatte, den neuen Namen Frankenstadion.

Das heutige Stadion
Als Vorbereitung für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 erfolgte 2003 eine grundlegende Sanierung des Stadions. Die Oberränge wurden erweitert, Sitzreihen angebaut, das Spielfeld tiefer gelegt und die Farbe der Sitzplätze von gelb auf rot geändert. Außerdem wurden neue Zutrittskontrollen und eine Fanhalle errichtet. Neue Kioske und ein VIP-Gebäude entstanden rund um das Stadion. Mittlerweile passen 45.800 Menschen ins Stadion. Ganz besonderen Wert legte man beim Umbau auf den Umweltschutz. Um die europäischen Umweltschutzkriterien zu erfüllen, setzte man auf innovative Abfallentsorgung und Energienutzung, wofür das Stadion eine Auszeichnung erhielt. Im März 2006 wurden, wie auch bei vielen anderen deutschen Stadien, die Namensrechte an einen Sponsor verkauft. Die Nürnberger TeamBank erwarb die Rechte und das Frankenstadion wurde in easyCredit-Stadion umbenannt. Während der im Sommer desselben Jahres stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaft trat es jedoch noch unter seinem alten Namen auf.
Auch während des Confederations-Cup diente es für mehrere Spiele als Austragungsort. Das Stadion wird nicht nur für sportliche Veranstaltungen genutzt. Seit 1997 fungiert es, mit wenigen Ausnahmen, jährlich als Haupttribüne für das Konzert-Event „Rock im Park“.