Bergbaumuseum in Bochum: Forschungsinstitut und attraktive Veranschaulichung des Bergbaus

Das Bergbaumuseum in Bochum ist ein renommiertes Forschungsinstitut und das weltweit bedeutendste Bergbaumuseum.


Das Bergbaumuseum in Bochum ist ein weit sichtbares Wahrzeichen der Stadt Bochum und erhält durch die Kombination von Forschungsinstitut und Museum einen besonderen Charakter. Der Museumsbereich bietet einen umfangreichen Einblick in den Bergbau und die Arbeit der Bergleute. Die zwei großen Themenbereiche der Forschung sind Geschichte und Technik des Montanwesens und Kulturgut-Management.

Das Museum als Forschungseinrichtung
Das Bergbaumuseum in Bochum ist neben dem Museumsbetrieb auch eine renommierte Forschungseinrichtung für Montangeschichte. Ziel der Forschung ist die Geschichte und Technik des Montanwesens sowie die Dokumentation und der Schutz von Kulturgut. Es beschäftigt sich mit der Entwicklung und der Geschichte des Bergbaus, der hier als unverzichtbare Notwendigkeit für den Menschen verstanden wird. Die Produkte daraus sind als Kulturgut anzusehen und als solches zu schützen. Die Forschungsfelder sind chronologisch, thematisch und regional gegliedert, die Forschungsaktivitäten liegen in der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Dokumentation von montanistisch beeinflussten Entwicklungen von der Frühzeit bis zur Gegenwart. Das besondere Interesse gilt den bergmännischen Techniken und den Aufbereitungs- und Verarbeitungsmethoden der gewonnenen Rohstoffe. Weil sich Bergbau auch in Objekten und Produkten der Kulturgeschichte widerspiegelt ist ein weiteres Arbeitsfeld die Erforschung von Kulturdenkmälern.

Ein lebendiger Museumsbetrieb
Nach einer längeren Entwicklungsphase ist das Bergbaumuseum in Bochum mehr oder weniger zufällig zu dem geworden, was es heute ist. Als eines der meist besuchten Museen in Deutschlands erhält der Besucher hier einen umfassenden und realistischen Einblick in die Welt des Bergbaus. Beeindruckend ist das der Realität nachgebildete Anschauungsbergwerk unter Tage in 20 Metern Tiefe und einer Länge von 2,5 Kilometern. Das größte Ausstellungsstück des Museums ist das Fördergerüst mit 71,40 Meter Höhe und 650 Tonnen Gewicht. Mit dem Fördergerüst wurden einstmals Förderkörbe mit Mensch und Material einige Hundert Meter in den Schacht abgelassen und wieder zu Tage befördert. Bei gutem Wetter erhält man von oben einen herrlichen Blick über die Stadt Bochum und das gesamte Ruhrgebiet.

Die Sammlung mit Exponaten aus aller Welt
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Sammlung des Museums mit einem weltweiten Spektrum an mineralischen Rohstoffen, Fossilien und Gesteinen. In mehreren Hallen ist der Ausstellungsbereich für Dauer- und Sonderausstellungen untergebracht. Die Fläche ist beeindruckend. Auf 12.000 Quadratmetern wird den Besuchern mit umfangreichen Exponaten die Entwicklung des Bergbaus näher gebracht. Von der Gewinnung, Förderung und Aufbereitung bis zu den Handwerkszeugen des Bergmannes und vielem mehr, gewährt das Bergbaumuseum in Bochum einen Einblick in die Faszination des Bergbaus von der Frühzeit bis zur Gegenwart.