Baumwollbettwäsche- der Star unter den Stoffarten

Die Baumwollbettwäsche gehört zu eine der umweltfreundlichsten Bettwäschen und hat auch sonst viele Vorteile


Baumwollbettwäsche findet man vermutlich in fast jedem Kleiderschrank in Deutschland. Vor Erfindung der Mikrofaser galt sie als die ideale Voraussetzung für eine geruhsame Nacht. Baumwollstoff ist atmungsaktiv, nimmt viel Feuchtigkeit auf und ist pflegeleicht. Die Bezüge können mit bis zu 95 Grad gewaschen werden, dürfen größtenteils in den Trockner und sind äußerst strapazierfähig.

 

Hinzu kommt, dass man bei dem Begriff „ Baumwolle“ immer auch ein gutes Gefühl und ein ruhiges Gewissen hat. Es handelt sich um eine Naturfaser, die nachwächst, und die man mit weiten Feldern und blühenden Pflanzen unter blauem Himmel verbindet. Die Baumwolle hat einfach einen guten Ruf und das allen modernen Kunstfasern zum Trotz. Vor dem Kauf von Baumwollbettwäsche sollte man jedoch ein paar Kleinigkeiten beachten, denn der Klassiker unter den Stoffen hat auch Nachteile.

Ist Baumwolle wirklich umweltfreundlich?
Der Umweltgedanke ist nicht ganz verkehrt, denn Baumwolle ist biologisch abbaubar. Bei ihrer Produktion werden allerdings Unmengen von Wasser verbraucht und um die Pflanzen heranzuziehen und vor Schädlingen zu schützen, werden Düngemittel und Pestizide eingesetzt. Dies ist nicht nur umweltschädlich, sondern auch in anderer Hinsicht bedenklich. Der Baumwollstoff - insbesondere Kleidung und Bettwäsche - steht im direkten Kontakt mit der Haut. Über diesen Weg können Giftstoffe in den Körper gelangen. Wer sich also für Baumwollbezüge entscheidet, sollte auf ein Qualitätssiegel Wert legen. Bestenfalls wählt man Produkte aus Bio-Baumwolle mit entsprechendem Ökosiegel. Wenn die hochwertigen Baumwollstoff-Varianten finanziell nicht in Frage kommen, sollte man zumindest darauf achten, dass man Bettwäsche mit heller Farbe kauft. Die dunklen Farben beinhalten mehr Schadstoffe.

Bekannte Namen im Supermarktregal
Die Hitliste der Baumwollbettwäsche führen wohl seit Jahrzehnten Biber- und Feinbiberbettwäsche an. Beide Sorten sind für die kalte Jahreszeit gedacht. Sie besitzen zwar grundsätzlich temperaturausgleichende Eigenschaften, sind aber etwas dicker und flauschiger als andere Baumwollgewebe. Der Unterschied zwischen den beiden Klassikern ist der, dass Feinbiberbettwäsche etwas leichter ist. Leicht und luftig kommt die Seersucker- Bettwäsche daher, die ebenfalls ganz oben auf der Beliebtheitsskala steht. Ihr Markenzeichen ist die gekreppte Oberfläche, die dafür sorgt, dass man sie nicht bügeln muss. Beim Waschen sollte man die Maschine nicht zu voll stopfen, damit sich die Struktur des Gewebes entfalten kann. Die Flanellbettwäsche, die ebenfalls aus Baumwolle besteht, ist bekannt für ihre weiche Oberfläche. Sie gilt als besonders kuschelig und ist durch ihr feines Gewebe recht leicht. Neben den reinen Baumwollstoffen gibt es noch zahlreiche andere Varianten, bei denen Naturfasern und Kunstfasern gemischt werden. Die genaue Zusammensetzung verrät das Wäscheetikett. Hier steht auch, ob die Bettwäsche in den Trockner darf oder nicht.